Berliner U-Bahn-Treter in JVA-Heidering von Mithäftlingen krankenhausreif geprügelt

Weil er eine Frau von hinten eine Berliner U-Bahn-Treppe hinunter getreten hatte, wurde Svetoslav S. zu knapp drei Jahren Haft verurteilt. Jetzt sollen ihn Mithäftlinge in der Justizvollzugsanstalt Heidering in Großbeeren krankenhausreif geprügelt haben, wie die ‘Bild’-Zeitung berichtet. Und das, obwohl er erst am Tag zuvor dorthin verlegt worden war. Denn in der JVA-Tegel konnte man dem Bericht zufolge nicht mehr für seine Sicherheit garantieren.

Die Attacke auf den Bulgaren soll sich während der so genannten “Laufzeit” in der Haftanstalt ereignet haben. Es ist der rund zehnminütige Zeitraum, in dem die Insassen zu ihren Arbeitsstellen oder anderen Abteilungen innerhalb des Gefängnissen gehen, wie die ‘Bild’-Zeitung schreibt. Da kann es auch zu Zusammentreffen mit anderen Häftlingen kommen. Ob der 28-Jährige von Justizbeamten begleitet wurde, ist nicht klar. Unter den Gefangenen soll sich “rasch herum gesprochen haben, welcher ‘besondere’ Häftling nach Großbeeren kommen würde”, heißt es in dem Bericht.

Svetoslav S. wurde als ‘U-Bahn-Treter’ von Berlin bekannt, weil die Polizei wochenlang öffentlich nach ihm fahndete. Eine Überwachungskamera im U-Bahnhof Hermannstraße hatte die feige Tat gefilmt. Auf den Aufnahmen war zu sehen, wie der 28-Jährige die Studentin im Oktober 2016 mit einem heftigen Tritt in den Rücken zu Fall brachte – mit dem Gesicht voran und ausgestreckten Armen. Das damals 26-jährige Opfer erlitt einen Armbruch und eine Verletzung am Kopf. Vor Gericht sagt sie später aus, bis heute traumatisiert zu sein.

Die brutalen Bilder lösten bundesweit Entsetzen aus. Die Staatsanwaltschaft ging im Prozess davon aus, dass der Angriff das Potential hatte “ihr Leben zu gefährden”. Das Berliner Landgericht verurteilte ihn wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und elf Monaten Haft.

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